Zurück im Busch

 *English version below*

 

Und plötzlich finden wir uns in abgelegenen Buschcamps wieder, werden fast eingeschneit und sowas von herzlich willkommen geheißen... Aber von Anfang an.

Auf ca. 1300m waren wir bei knapp über Null Grad plötzlich ein klein wenig eingeschneit am Samstagmorgen, also erstmal los. Froh darüber, dass wir nun langsam den Dreh mit den Backroads und den entlegenen Camps raus zu bekommen schienen, haben wir Yeti ein bisschen Offroad stapfen lassen. Irgendwann erreichten wir so das Camp am Lost Horse Lake. Hier kommen nun wirklich keine RVs mehr hin! Nur Andy und sein Hund winkten uns zu und wenig später gab es Kaffee in seinem Camp und wir hatten endlich jemanden, den wir mit all unseren Fragen zu Buschcamping, Bären und Co. in Kanada löchern konnten. Später am selben Tag wurden wir zum Abendessen gerufen, als Uli und Francesco aus der benachbarten Meadow Lake Fishing Lodge bei Andy zu Besuch waren und frische Kamloops Forellen grillten. Diese drei lieben Leute sollten unsere ersten neuen Kanada-Freunde werden, denen Good Bye zu sagen uns drei Tage später schon schwer fiel.

Nach dem ersten gemütlichen Abend in Andys Camp beschlossen wir, einfach zu bleiben und den Dreien am nächsten Tag beim Beräumen der Wege zu helfen. Die Bäume, die im Winter unter der Schneelast über die Buschtracks gefallen waren, mussten zersägt und beiseite geschafft werden, damit die Gäste des Fischercamps in Kürze wieder zu den vielen fischreichen Seen gelangen können. Und was hilft besser gegen die Kälte in diesen Tagen in den Bergen als Bewegung?! Auch den Tag darauf blieben wir und halfen Uli und Francesco eine alte Blockhütte aus den 50er Jahren auseinander zu nehmen, um Platz für eine neue in der Meadow Lake Fishing Lodge zu schaffen. (Allen Anglern und Naturliebhabern können wir Meadow Lake Fishing Lodge und die Gastfreundschaft dort nur empfehlen!)

Das war also unser erster kleiner Arbeitseinsatz im kanadischen Busch! Dazu gab es unglaublich viele und lustige Anekdoten, leckeres Essen, Spaziergänge zu den Seeadlern und eine Bootsfahrt in den Sonnenuntergang. Außerdem haben wir unsere Wildkamera im Einsatz gehabt und tatsächlich den Schwarzbären aufgenommen - naja, zumindest das hintere Ende davon.

 

Nico's Bericht dazu gibt es HIER


And all of a sudden we found ourselfs out bush in Canada with new friends.

On Saturday morning (I guess it was Saturday, I've lost time a bit), we woke up to a bit above zero and fresh snow on our windscreen. Who would have thought, we'd appreciate our Yeti-sleepingbags so soon. So we moved on with heating in the van. But we did not want to go back to the highway and the long weekend tourists yet. So we took „Yeti“ offroad and eventually reached Lost Horse Lake Camp. Finally no RV would be able to go here. Just firefighter Andy and his dog were greeting us, when we arrived. A bit later we had coffee and a poor soul that we could ask aaaall the questions about buschcamping, bears and whatever came to our mind about Canada. In the evening we were called up for dinner when Uli and Francesco, the neighbours from Meadow Lake Fishing Lodge visited Andy and brought fresh Kamloops trout. These three people did welcome us so warmly to the canadian bush!

 

We just decided to stay and help them with road clearing the next day. And stayed another day to help in the lodge the day after. There was a lot of laughter, telling stories, good food and wine, a sunset boattrip, walk to the eagles and the like. Also we put up our wildlife camera every day and even got a picture of a bear in the end - well of its arsend at least.

(By the way, for all fishermen and nature lovers, we can just recommend the Meadow Lake Fishing Lodge and the welcoming people there, Uli and Francesco)